Enthärtung
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Bei der Enthärtung kommt ein Kationentauscher zum Einsatz. Bei der Filtrierung nimmt der Ionentauscher die Calcium-Ionen auf und gibt gleichzeitig Natrium-Ionen ab. Wie der Name "Tausch" schon sagt, bleibt der Salzgehalt und somit der Leitwert im Wasser weitestgehend gleich. Jeder Ionentauscher hat nur eine bestimmte Anzahl von Ionen, die er tauschen kann. Ähnlich einer Autobatterie, die geladen werden muss, wenn man vergessen hat, das Licht auszuschalten, muss auch der Ionentauscher wieder mit Natrium-Ionen geladen werden. Dieser Vorgang nennt sich Regeneration. Bei Enthärtungsanlagen erfolgt die Regeneration mittels einer Salzlösung (Sole) oder chemisch gesprochen, Natriumchlorid. Die Natriumchloridlösung wird hierbei durch den Ionentauscher gespült. Dabei verdrängen die Natrium-Ionen die Calcium-Ionen aus dem Filterharz. Im Anschluss daran wird der Ionentauscher gründlich ausgespült und ist dann wieder einsatzfähig. |
Warum Wasserenthärtung?
Das im Wasser gelöste Calciumkarbonat hat die unangenehme Eigenschaft bei Erwärmung auszufallen. Es bildet sich ein Belag, der mühselig mittels Säure oder mechanisch entfernt werden muss. Dieser Belag entsteht natürlich nicht nur in der Kaffeemaschine, sondern bei jeder Erwärmung von kalkhaltigem Wasser. Die Ablagerungen wirken wie eine Dämmung und behindern den Wärmetransport, z.B. von der Heizwendel zum Wasser. Ein Teil der aufgewendeten Energie kann daher nicht zur Brauch-wassererwärmung genutzt werden, so dass insgesamt der Energiebedarf steigt.
Als Faustformel kann gelten: 1 mm Ablagerungen bedeuten rund 7% erhöhten Energiebedarf, 10 mm Ablagerung, welche sich im Heizkessel bei harten Wasser schon nach einem Jahr bilden können, sind es bereits rund 50% mehr Energiebedarf, die sich durch längere Brennerlaufzeiten ergeben.
Dies macht sich unmittelbar im Geldbeutel bemerkbar. (Bei industriellen Anwendungen, wie der Dampferzeugung, kann dies zu einer unrentablen Produktion führen.) Hinzu kommen Schäden an der Waschmaschine und anderen Geräten, die Wasser erwärmen, hoher Salzverbrauch bei Geschirrspülmaschinen, erhöhter Wartungsbedarf für die Heizanlage.
Im privaten Haushalt wird durch eine Enthärtungsanlage auch der Einsatz von Waschmittel, Seifen, Weichspüler minimiert, da sie die auf der Packung angegebene Mindestdosierung verwenden können. Zumindest für Allergiker stellt dies eine Erleichterung dar.
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