Enteisenung und Entmanganung

 

Im Trinkwasser dürfen nach Trinkwasserverordnung nicht mehr als 0,2 mg/l Eisen, bzw. 0,05 mg/l Mangan vorhanden sein. Im Wasser enthaltenes Eisen ist zwar nicht gesundheitsschädlich, es führt aber zu Verkrustungen in Rohrleitungen und Armaturen. Diese Ablagerungen verringern die Fließgeschwindigkeit des Wassers und können die Rohrleitungen komplett verstopfen. In früheren Zeiten sind dadurch enorme Schäden an öffentlichen Trinkwassersystemen entstanden.

 

Weiters siedeln sich bestimmte Mikroorganismen wie Gallionella sehr gerne in eisenhaltigem Wässern an. Da sie aber meterlange gallertartige Kolonien bilden können, und dies zur Verstopfung der Rohrleitungen  führt, sind sie im Rohrleitungsnetz nicht gerne gesehen.

Wenn Sie eine eigene Wasserversorgung haben, müssen Sie Ihr Wasser gemäß der Trinkwasserverordnung aufbereiten. Braune Verkrustungen in der Brunnenfassung sind sichere Hinweise auf eisenhaltiges Wasser. Beziehen Sie Ihr Trinkwasser von einem Wasserversorger, benötigen Sie keine Enteisenungsanlage, da dieser Trinkwasser nach Trinkwasserverordnung bereitstellen muss.

Falls bei Ihnen dennoch rostbraunes Wasser, insbesondere wenn z.B. über Nacht kein Wasser entnommen wurde, aus der Leitung kommt, dann liegt das meist an der Korrosion im Hauswassernetz. Abhilfe schafft eine Luft-/ Wasserspülung, bei der das Rohr zunächst freigespült und von Verkrustungen befreit wird. Rohre wie im obigen Bild sind keine Seltenheit. Um die Leitung vor erneuter Korrosion zu schützen, wird anschließend ein Dosiermineral eingesetzt, welches sich am Rohrmantel anlegt und es vor aggressivem Wasser schützt. (z.B. Dosierung mit Clarofos) Betroffen sind vor allem Haushalte mit verzinkten Rohrleitungen. Die Gründe der Korrosion sind vielfältig wie z.B. Feststoffeintrag in die Hausleitung, weil kein Feinfilter vorgesehen wurde, der Einsatz einer Enthärtungsanlage ohne entsprechende Dosieranlage zur Dosierung von Rohrschutzmineralien etc….

 

Mangan verkrustet wie bei Eisen beschrieben, allerdings führt es zu sehr harten Ablagerungen. Weiters können hohe Mengen zur Schwarzfärbung des Wassers führen. Gesundheitliche Bedenken sind also nicht der Grund um Mangan zu entfernen. Manganentfernung kommt nur für die Betreiber eigener Brunnenanlagen in Frage.